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Krebstherapie in Europa relativ billig

Die Politiker tendieren auch in den reichsten Staaten Europas immer mehr dazu, die Aufwendungen für das ureigenste Interesse der Menschen - die Gesundheit - in Frage zu stellen. Krebstherapie in Europa relativ billigStatt auf Rationalisierung wird auf mehr oder minder versteckte Rationierung gesetzt. Doch selbst die aufwendigen modernen Krebstherapien sind im Vergleich zu anderen Kosten nicht exorbitant hoch.

„Weltweit gibt es pro Jahr elf Millionen neue Krebspatienten. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache. In Europa sind das pro Jahr 1,7 Millionen Tote. Doch in die Krebsbehandlung fließen in Europa nur fünf bis sieben Prozent der Aufwendungen für das Gesundheitssystem. Und davon machen nur zehn Prozent die Arzneimittel aus. Der größte Teil geht in die Spitalsaufenthalte“, sagte am Sonntag am Rande des Europäischen Onkologenkongresses in Barcelona (bis 27. September) die deutsche Expertin Nadja Harbeck von der Technischen Universität München.

Die Wissenschafterin hat sich den Einfluss neuer Therapien auf die Patienten und ihre Familien angesehen: „Die Überlebensraten der Krebspatienten steigen. Mit den neuen Medikamenten können wir unheilbare Erkrankungen zu chronischen Erkrankungen machen. Ein Drittel der zwischen 1995 und 2003 in Europa erzielten Reduktion der Krebs-Sterblichkeit ist auf neue Medikamente zurückzuführen.“

Im jüngsten in der angesehenen britischen Medizin-Fachzeitschrift „The Lancet“ publizierten Vergleich der Krebs-Überlebensraten in Europa schnitt Österreich ausgesprochen gut ab. Mit Staaten wie Schweden, Finnland und Italien bildete es in der vor wenigen Wochen erschienenen Studie die Spitzengruppe. Dann folgten im mittleren Feld Länder wie Frankreich, Spanien und Deutschland. Nadja Harbeck: „Das Schlusslicht war Polen. Doch dazu gehörten auch andere osteuropäische Staaten, Großbritannien und Dänemark.“ Die Expertin ergänzte gegenüber der APA: „Es kommt offenbar darauf an, wie sinnvoll das vorhandene Geld verwendet wird.“

Wobei die reale Gewichtung von Gesundheitswesen und anderen gesellschaftlich relevanten Themen von der Politik offenbar völlig verkannt wird. Keith Spencer, Vertreter von „EuropaColon“, einer Patienteninitiative, die Lobbyismus für eine bessere Vorsorge, Früherkennung und Therapie von Dickdarmkrebs in Europa betreibt: „In Europa wird pro Jahr bei rund 400.000 Personen Dickdarmkrebs diagnostiziert. 210.000 Patienten sterben. Das ist die fünffache Zahl der Verkehrstoten. Wenn man da bedenkt, was alles für die Verhinderung von tödlichen Verkehrsunfällen getan wird ...! Dabei könnten durch Früherkennung 50 bis 90 Prozent der Dickdarmkrebs-Todesfälle verhindert werden.“

Spencer berichtete von bitteren Erfahrungen in Europa: „Häufig sind in den einzelnen Staaten die modernsten Medikamente gegen Dickdarmkrebs zwar theoretisch vorhanden, praktisch aber für die Patienten nicht erreichbar. In Großbritannien hatten wir einen Mann, bei dem ein Dickdarmkarzinom im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde. Er sollte die neueste Therapie nicht bekommen, erstritt sie sich aber vor Gericht. Er hat immerhin noch die Geburt des ersten Enkelkindes erlebt und mit ihm die ersten Weihnachten feiern können.“

Es ist somit durchaus anzunehmen, dass sich mündige Bürger in Europa die in den vergangenen Jahren immer finanzorientierte Gesundheitspolitik in Zukunft nicht mehr bieten lassen werden. Denn Patient wird irgendwann jeder Mensch in seinem Leben.

Das sagte dazu vor kurzem bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen der niederländische Experte Rudi Wesendorp: „Warum fährt ein BMW besser als ein anderes Auto? Weil eben mehr Geld drinsteckt. Gute Gesundheitsversorgung braucht Geld. Fragen Sie doch die Bevölkerung in Österreich und in den Niederlanden, ob sie mehr Geld in das Gesundheitswesen investiert sehen will. Die Antwort ist ’Ja’. Es ist das Problem der Politiker, dass sie der Bevölkerung nicht gut genug zuhören.“

Hüftumfang beeinflusst Brustkrebs-Risiko

Der Hüftumfang einer Frau kann Aufschluss geben über das Brustkrebs-Risiko der Töchter. Mit dem Hüftumfang der Mutter steigt die Wahrscheinlichkeit für die Tumorerkrankung.
Hüftumfang von Frau beeinflusst Brustkrebs-Risiko der Töchter
Einer US-Studie zufolge deuten weite und runde Hüften darauf hin, dass eine Frau eine hohe Konzentration weiblicher Sexualhormone hat, was die Tochter anfälliger für die Erkrankung macht.

Die Wissenschafter aus Oregon hatten die Register zweier Geburtskliniken aus den Jahren 1933 bis 1944 in Helsinki. Dabei waren im Rahmen der vorgeburtlichen Untersuchungen die Beckenmaße der Mütter erhoben worden. Diese Werte glichen die Wissenschafter anhand des finnischen Krebsregisters damit ab, welche Töchter später an einem Mammakarzinom erkrankten.

Ein weiter Hüftumfang verdreifachte das Risiko der Töchter für Brustkrebs, wie die Forscher im "American Journal of Human Biology" berichten. Hatten diese Mütter zuvor schon mindestens ein Kind zur Welt gebracht, so lag das Risiko um das Siebenfache höher. Barker glaubt, dass die Basis für das Risiko schon im ersten Trimester der Schwangerschaft gelegt wird: Dann wird das sich entwickelnde Brustgewebe des Fetus von den zirkulierenden Sexualhormonen beeinflusst.

Nikotinsucht liegt schon im Erbgut

Bestimmte Genveränderungen erhöhen das Risiko, zum Raucher zu werden. Sie lassen Menschen leichter und früher zur Zigarette greifen.
Erbgut hat Auswirkungen auf Nikotinsucht.

Auf 50 bis 75 Prozent schätzten Forscher den Einfluss des Erbguts, berichtete die Universität Bonn am Mittwoch. Den Rest machten Umweltbedingungen wie Stress oder negative Vorbilder aus.

Die Forscher hatten Genveränderungen bei 4.300 deutschen Rauchern und Nichtrauchern analysiert. Ihre Studie zeigt, welche Rolle zwei Erbanlagen bei der Entstehung der Nikotinsucht spielen. War das sogenannte TPH1-Gen verändert, wurden Betroffene insgesamt häufiger und stärker abhängig, schreiben die Forscher im Fachjournal „Neuropsychobiology“. Und der Austausch eines einzigen Bausteins im sogenannten TPH2-Gen führte bei vielen Betroffenen dazu, dass sie deutlich früher mit dem Rauchen begannen.

Beide Gene spielen bei der Produktion des Hirnbotenstoffs Serotonin eine Rolle. Serotonin-Mangel wird mit Depressionen und Angsterkrankungen in Verbindung gebracht und gilt auch als Risikofaktor für Drogensucht.

Krebserregende Stoffe in Schokolade entdeckt

Nach dem Fund eines krebserregenden Stoffs wurde eine Bitterschokolade aus Bioherstellung sowohl in Deutschland als auch in Österreich vom Markt genommen.

Krebserregende Stoffe in Schokolade entdeckt

Der Verkauf der Marke „Bio Negro“ wurde nach Angaben des deutschen Herstellers „Rapunzel“ gestoppt. Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sollten sich keine Produkte dieser Marke mehr in den Regalen der Supermärkte befinden.

„Wir haben eine umfassende Analyse in Auftrag gegeben, die die Ursachen untersuchen soll“, sagte Rapunzel-Sprecherin Heike Kirsten in Legau im Unterallgäu. Bereits gekaufte Tafeln könnten zurückgegeben werden. Die deutsche „Stiftung Warentest“ hatte bei einer Untersuchung von 25 Sorten dunkler Schokolade in „Bio Negro“ den krebserregenden Stoff Benzpyren entdeckt, der die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen und ungeborene Kinder schädigen kann.


Alle getesteten Produkte enthielten außerdem das Schwermetall Cadmium, das in hoher Dosierung zu Übelkeit oder Nierenschäden führen kann. Gerade Tafeln mit viel Edel-Kakao seien davon betroffen, hieß es in der jüngsten Ausgabe des deutschen Magazins „Test“.

Die Marke „Bio Negro“ sei zwar auch in Österreich im Handel, doch bestehe kaum Gefahr, dass die Tafeln tatsächlich gekauft worden seien. Laut AGES habe man seitens des Herstellers rasch reagiert, die jeweiligen Distributeure hätten bereits für die Entfernung des Produkts aus den Regalen gesorgt. Darüber hinaus sind derzeit in allen Bundesländern Lebensmittelorgane unterwegs, um die Situation in den Supermärkten zu überprüfen.

Österreich von Grippewelle heimgesucht

Österreich wird derzeit von einer Grippewelle heimgesucht. In der zweiten Jänner-Woche wurden rund 15.300 Neuerkrankungen gemeldet, berichtete am Dienstag der Michael Kunze vom Institut für Sozialmedizin.
Symbolbild


Was ihn diesmal überrascht: "Die Zahl der Erkrankungen ist heuer besonders schnell angestiegen." Der Höhepunkt der Grippewelle werde in etwa zwei bis drei Wochen erreicht sein.

Besonders gefährdet sind laut Kunze ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen, aber auch Kinder. Doch den "fitten 18- Jährigen" könne es ebenfalls treffen. Eine effektive Vorsorgemöglichkeit ist die Influenza-Impfung, die die Österreicher allerdings nur zu einem sehr geringen Anteil in Anspruch nehmen. "Man kann sich bei dieser Situation international nur genieren", sagte Kunze. Eine Anfang 2007 durchgeführte Umfrage zeigte, dass in den vergangenen Grippe-Saison nur 18 Prozent der Österreicher gegen Influenza geschützt waren.

Für die Impfung ist es laut Kunze aber noch nicht zu spät. Wenn die Grippe allerdings schon durch hohes Fieber, starke Glieder- und Kopfschmerzen spürbar wird, empfiehlt der Sozialmediziner schnell ein wirksames Medikament einzunehmen. Auch einfache Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen oder das Vermeiden von Händeschütteln können vorbeugend wirken. An öffentlichen Orten, zum Beispiel der U-Bahn, sei auch ein Mundschutz hilfreich. Kunze: "Das ist bei uns zwar noch nicht üblich, ist aber sehr wirksam."

Lakshmi darf nach Hause

Das zweijährige Mädchen, das mit vier Armen und Beinen auf die Welt gekommen
war, ist einen Monat nach einer aufwändigen Operation aus
dem Krankenhaus entlassen worden.

„Es geht ihr gut, und ihre Eltern haben es eilig, sie nach Hause zu holen“, sagte Chefchirurg Sharan Patil am Samstag in Bangalore. Patil und mehr als 30 weitere Ärzte hatten der kleinen Lakshmi in einer 27-stündigen Marathonoperation die überzähligen Beine und Arme eines kopflosen siamesischen Zwillings entfernt, der im Hüftbereich mit ihr zusammengewachsen war. Weitere Operationen seien zur Zeit nicht dringlich, sagte Patil.

Lakshmi, die nach der vierarmigen Hindu-Göttin für Reichtum benannt wurde, ist die Tochter eines armen Arbeiterehepaars aus dem Bundesstaat Bihar. Die Eltern mussten für die Operation, die ungefähr 2,4 Millionen Rupien (40 000 Euro) kostete, nichts bezahlen. Das Mädchen sah fröhlich aus, als ihr Vater sie am Samstag aus dem Krankenhaus trug. „Ihre Werte sind gut, und ihre Organe funktionieren“, sagte Patil. Auf einige Dinge muss allerdings verstärkt geachtet werden. So sind die Füße des Mädchens nach innen gedreht, und die Beine waren zunächst noch geschient

Weitere Operationen in der Zukunft seien „mit dem, was sie durchgemacht hat, absolut nicht vergleichbar“, betonte Patil. Medizinisch gesehen gehe es ihr wie jedem anderen Kind in ihrem Alter auch, sagte der Chirurg. „Es gibt keinen Grund, warum sie nicht eine normale Erwachsene werden sollte“, fügte Patil hinzu. „Wir hoffen und beten dafür, dass es so wird.“

Schnarchen Hilfe für Ruhestörer

Die ungewollte nächtliche Lärmentwicklung belastet nicht nur die Partnerschaft, sondern auch die Gesundheit. Doch gegen Schnarchen gibt es viele Hilfen.




Viele Schlafzimmer sollten treffender Schnarchzimmer heißen: Mit zunehmendem Alter schnarchen durchschnittlich jeder zweite Mann und jede vierte Frau. Zwar kursieren über das nächtliche Sägen viele Witze, doch für den Betroffenen und vor allem den Partner ist es nicht lustig. In individuellen Variationen reicht das Geräusch von leichtem Schnorcheln mit einer Lautstärke von etwa 20 Dezibel, vergleichbar mit dem Rascheln von Laub, bis zu Werten, die mehr als viermal so hoch sind. Ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte es der Schwede Kare Walkert. Sein Schnarchen ist 93 Dezibel laut und entspricht damit dem Lärmpegel einer stark befahrenen Autobahn.

Der exakte Grund, warum mehr Männer als Frauen schnarchen, ist noch unbekannt. Schlafexperte Ingo Fietze vermutet: „Die weiblichen Hormone scheinen eine Rolle zu spielen, man weiß jedoch nicht genau, welche. Und möglicherweise haben Männer eine genetische Anlage.“ Aus anthropologischer Sicht war Schnarchen bereits in Urzeiten Männersache. Sippenführer hielten sich nachts mit dem lauten Geräusch Feinde und wilde Tiere fern. Vielleicht sind deshalb auch heute noch Frauen männlichen Schnarchern gegenüber besonders nachsichtig, sagt eine Studie der Universität Surrey. Viele wecken den lauten Partner nur, wenn es gar nicht anders geht und unterbrechen damit den nervigen Lärm. Am besten ist allerdings, das Schnarchen für immer abzustellen. Denn es stört den Partner vor allem in der Leichtschlafphase und reißt ihn immer wieder aus der Ruhe. Den Schnarcher selbst weckt zwar das eigene „Sägen“ nur selten, doch beeinflusst es seine Tiefschlafphasen negativ. Die Regeneration bleibt auf der Strecke.

Hilfen gegen die nächtliche Ruhestörung gibt es viele. Zwar ließe sich der Effekt der einzelnen Maßnahmen nicht vorhersagen, gibt Schlafmediziner Ingo Fietze zu bedenken. Doch versuchen könne man es mit den meisten: Alkoholverzicht, Gewichtsreduktion, Mundschienen, Nasenpflaster und -dilatatoren oder sogar einer Operation. Schnarchen sie nämlich weiter, entwickeln immerhin 50 Prozent der Betroffenen nach einigen Jahren Schlaf-Apnoe, warnt Ingo Fietze. Der wiederholte Atemstillstand erhöht das Risiko für einige Erkrankungen massiv, etwa im Herz-Kreislauf-Bereich.

Fachliche Beratung: Priv.-Doz. Dr. med. Ingo Fietze, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Prof. Dr. rer. physiol. Thomas Penzel, wissenschaftlicher Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité

Selbsttest Wie hoch ist Ihr Schnarchrisiko?

Viele überhören ihr eigenes Schnarchen und glauben dem Partner nicht, wenn er darüber klagt. Unser Test verrät Ihnen, ob Sie die Voraussetzungen haben zu schnarchen.
Von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk

Vor allem Männer schnarchen

Schnarcher sind oft empört, wenn man sie auf den Lärm anspricht, den sie nachts verursachen. Sie glauben nicht, dass sie schnarchen, weil sie selbst nichts davon merken. Doch auch wenn es dem Schläfer selbst nicht bewusst ist: Starkes Schnarchen verkürzt die wichtigen Regenerationsphasen während der Nachtruhe. Auf Dauer leiden darunter Leistungsfähigkeit und Konzentration. Der folgende Test ermittelt das Schnarchrisiko

Herzrisiko Bronchitis erhöht Infarktgefahr

Unmittelbar nach einer Infektion der Atemwege verdoppelt sich das Risiko für einen Infarkt oder Schlaganfall. Die erhöhte Gefahr hält allerdings nur kurz an.

Im Winter erleiden mehr Menschen einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall als in der warmen Jahreszeit. Dahinter steckt möglicherweise ein vorangegangener grippaler Infekt. Das legt zumindest eine Studie aus Großbritannien nahe: Die Datenanalyse zweier Medizinstatistiker der London School of Hygiene & Tropical Medicine zeigt, dass eine massive Entzündung der Atemwege das Risiko für akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen verdoppelt.





Das Team von Tim Clayton und Tom Meade nutzte für ihre Auswertung Informationen aus der IMS-Datenbank, die rund 500 Allgemeinmediziner speisen und die Daten von rund zwei Millionen Patienten registriert.

Das zusätzliche Herzrisiko durch einen Infekt trifft für jeden zu






Das Team von Tim Clayton und Tom Meade nutzte für ihre Auswertung Informationen aus der IMS-Datenbank, die rund 500 Allgemeinmediziner speisen und die Daten von rund zwei Millionen Patienten registriert.

Das zusätzliche Herzrisiko durch einen Infekt trifft für jeden zu

Daraus ergab sich, dass die Gefahr für einen Infarkt von Herz oder Gehirn eine Woche nach einer Atemwegsinfektion am höchsten war. Sie lag dann doppelt so hoch wie ohne die Entzündung. Dieses zusätzliche Risiko flaute aber schnell wieder ab. Nach vier Wochen lag es wieder auf dem Ausgangsniveau. Das Infarktrisiko durch einen Infekt war unabgängig von Alter, Geschlecht und auch davon, ob das Risiko des Patienten vorher als besonders hoch oder gering eingestuft war.

Studienleiter Tim Clayton sieht in der Untersuchung eine Bestätigung früherer Beobachtungen, die Atemwegsinfekte bereits in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sahen. Er betont aber auch: „Unser Ergebnis bedeutet nicht, dass jeder Mensch, der einen Infekt hat, einen Herzinfarkt erleidet. Das absolute Risiko dafür ist sogar sehr gering.“

Menschen mit einem bereits bestehenden Herzrisiko sollten allerdings Infekte vermeiden beziehungsweise schnell und gezielt behandeln, empfehlen die Mediziner. Dazu gehört auch eine vorsorgliche
Grippeimpfunk für die Risikogruppe.

Die Studie hat die Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „European Heart Journal“ veröffentlicht.

Sicheres Schlafen für Babys: "Ich steh auf rauchfrei"

Zigarettenrauch ist für Babys besonders schädlich!
Sicheres Schlafen - Ich steh auf rauchfrei. Klicken, um das Bild zu vergrößern (32 kB)

  • Eltern
    Mutter und Vater sollten das Rauchen vor und nach der Geburt ganz vermeiden bzw. auf ein absolutes Minimum reduzieren.
  • Wohnung
    Die Wohnung, in der ein Baby lebt, ist unbedingt rauchfrei zu halten. Man kann so u.a. kindliches Asthma in den ersten Lebensjahren vermeiden.
    Wenn Eltern oder Besucher auf das Rauchen nicht verzichten können, dem Baby zuliebe möglichst nur im Freien, auf dem Balkon, Gang oder am offenen Fenster rauchen.
  • Stillen
    In der Stillzeit sollte auf das Rauchen verzichtet werden. Beim Stillen gelangen nämlich Rauchinhaltsstoffe durch die Muttermilch zum Baby. Wenn Rauchen unbedingt nötig ist, nur direkt nach einer Stillmahlzeit rauchen.

Anatomie - wieso dauert das so lange?

Geduld ist nicht meine Stärke.
Gar nicht.
Und dass es sieben Jahre dauer soll, bis sich der Körper von 20 Jahren Beinverkürzung erholt haben soll, habe ich noch nie geglaubt!

Zwei Jahre lasse ich mir ja gefallen, aber jetzt sehe ich keinen Grund mehr, warum die Hüfte sich so gerne nach innen dreht.
Dabei hab ich das Gefühl, dass ich, je mehr Übungen ich mache, je länger ich mich in der Hocke an die Presse, das Ganze wie ein überspannter Bogen umso schneller in die Ausgangsposition zurückschnellt.
Neulich spürte ich auf der Arbeit wie der Halswirbel anfängt zu blockieren. Es war fast zum Zusehen. Und ausgerechnet an dem Tag war kein Termin für mich frei.

Tags darauf bekam ich dann wieder meine Ungedult unter die Nase gerieben. Ja, ich hatte eine Übung übertrieben, ja, das hängt wohl mit der Anatomie ab, ok, da gibt es Faszien, wenn man an einer Stelle zieht, zerrt es an der anderen ...

Kurz und gut, ich werde mir nochmal ein Anatomie Buch reinziehen um mir vorzustellen wohin meine Organe innerhalb von 20 jahren Beckenschiefstand gerutscht sind.

Vielleicht wird mir dann auch klar, warum man die nicht einfach mit zwei Handgriffen an die richtige Stelle zurückschieben kann ...

Depressionen bei Männern - Das weibliche Gesicht männlicher Depression


Depressionen bei Männern - Das weibliche Gesicht männlicher Depression

Lange Zeit hat man Depression als reine Frauenkrankheit angesehen. Depression ist im Prinzip nichts anderes als eine Störung des emotionellen Zustandes und Verhaltens eines Menschen. Da Emotionalität häufig zu den typischen Charaktereigenschaften von Frauen gezählt wird, ist es kein Wunder, dass diese „emotionelle“ Krankheit als pures „Damenprivileg“ gilt. Diese Vorstellung hat allerdings weniger mit Realität zu tun als mit unserer Erziehung und gesellschaftlichen Stereotypen.

Diese schreiben einem Jungen von Kindheit an vor, nicht zu weinen und seine Gefühle nicht zu zeigen.
Denn er ist ja ein Mann, der Beschützer. Während Emotionalität bei Mädchen oft umgekehrt begrüßt und gutgeheißen wird.

Moderne Psychologen hingegen versuchen, diesen Stereotyp zu zerstören und Männern klar zu machen, dass auch sie an einer Depression leiden können und sich in diesem Fall ohne falsche Schamgefühle professionelle Hilfe holen sollten. Leider fehlt vielen Männern der Mut dazu, denn für viele ist „depressiv sein“ gleichbedeutend mit „schwach sein“, und so wollen sich die Herren der Schöpfung nicht einmal selbst gegenüber zugeben, dass sie eine Depression haben. Schätzungsweise die Hälfte der Depressionsfälle bei Männern bleibt deshalb unerkannt, was häufig mit einer Tragödie enden kann, denn laut einer amerikanischen Statistik begehen Männer vier mal öfter einen Selbstmord als Frauen.

Die Zeichen einer männlichen Depression sind kaum den allgemeingültigen Vorstellungen über diese Krankheit ähnlich und können sich auf absolut verschiedene Art und Weise äußern. Einige verlieren jegliche Lust auf Sex, Andere dagegen versuchen sich mit unendlichen Affären vor der Depression zu retten. Dabei wird eine männliche Depression häufig von Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magenproblemen etc. begleitet. Die meisten Betroffenen ahnen nicht einmal, was der wahre Grund dieser Beschwerden ist. Ein depressiver Mann kann sehr schnell die Kontrolle über sich verlieren: Alkohol-, Drogenmissbrauch, ständige Geschwindigkeitsüberschreitungen beim Fahren oder übertriebene Aggressivität können die Folge sein.

Ursachen einer Depression

Depression beim starken Geschlecht kann viele Ursachen haben, beispielsweise Geldprobleme, perspektivlose Arbeit, unerfüllte Sehnsüchte, Probleme in der Familie, Liebeskummer oder Schwierigkeiten im sozialen Bereich. Im Gegensatz zu weiblicher Depression, die oftmals in Resignation endet, scheint die männliche Form dieser Krankheit gefährlicher zu sein. Da viele Männer weniger zur Selbstanalyse neigen und eine Depression unbewusst erleben, versuchen sie mit extremen Mitteln gegen den unangenehmen Zustand anzukämpfen.

Einige Tipps gegen Depressionszustände

Viele Männer sind in ihren Zielen und Vorstellungen Maximalisten. Man(n) sollte sich jedoch nicht unerreichbare Ziele setzen, denn für das Nervensystem ist eine Reihe von kleineren Erfolgen viel bekömmlicher, als ein großer Triumph am „Sterbensbett“.
Damit die Lebenslust nicht von schwierigen Situationen abhängig wird, sollte man sich bewusst werden, dass das Erwünschte nicht immer unseren realen Möglichkeiten entspricht. Bleibt man auf dem Boden der Tatsachen, kann das vor schweren Enttäuschungen bewahren und viele Nervenzellen retten.
Wenn die Depression Sie doch erwischt, sollten Sie versuchen, die Einstellung zum Hauptproblem zu ändern, das womöglich der Auslöser für diesen Zustand war. Wenn dieses Problem momentan unlösbar ist, versuchen Sie einfach auf andere lösbare Probleme "umzuschalten". Auf diese Weise bekommen Sie das Gefühl, dass Sie ihr Leben größtenteils im Griff haben und es positiv beeinflussen können.

Doping ist hingegen ein sehr schlechter Ratgeber bei Depression. Alkohol, Tabak und Drogen unterdrücken das Nervensystem noch mehr, man treibt sich damit noch weiter in die Ecke. Eine Reise, Renovierung in der Wohnung, ein Familienfest oder ein spannender Ausflug können helfen, auf andere Gedanken zu kommen und die positiven Dinge des Lebens für sich neu zu entdecken.

Das Problem zu erkennen, ist schon der halbe Erfolg. Denn Depression ist eine Krankheit, die in extremen Fällen eine professionelle Hilfe braucht.

Depressionen: Ursache kann im Kiefergelenk liegen

Zwölf Prozent der Bevölkerung, darunter mehr Frauen als Männer, leiden an Depressionen, Der Zusammenhang von Psyche und Zähnen wird -leider - fast nie erkannt. Denn die gefürchteten Depressionen können durch eine Fehlstellung des Kie­fergelenks hervorgerufen werden, was jedoch nur in den seltensten Fällen als Ursache erkannt wird. „Die psychischen Beeinträchtigungen sind Folgen jahrelanger chronischer Schmerzen", erläutert Dr. Norbert Schmedtmann, Chefarzt der DentalPark Klinik in Ebstorf bei Lüneburg. „Bei einer Kieferfehlstellung wird die Knorpelscheibe zwischen den Gelenkknochen zusammengedrückt oder sogar perfo­riert. Im schlimmsten Fall reibt dann Knochen auf Knochen." Dies könne unter­schiedliche Beschwerdesymptome hervorrufen; eines der häufigsten seien Span­nungskopfschmerzen im Nackenbereich. Würden diese chronisch, so resultierten daraus in vielen Fällen Gemütsveränderungen bis hin zu Depressionen. „Die Pati­entinnen sind häufig schon lange in ärztlicher Be­handlung und nehmen Psycho­pharmaka als Dauermedikation ein", so Dr. Schmedtmann. „Jedoch vermutet fast niemand, dass die Ursache im Kiefergelenk lie­gen könnte." Leider würden auch viele Zahnärzte diesen Zusammenhang übersehen, da sie nur die einzelnen Zähne, nicht aber das Gebiss als Ganzes betrachteten. Rund zwölf Prozent der Bevölke­rung sind nach Expertenstudien von depressiven Verstim­mungen betroffen, die auf unerkannte Kieferfehlstellungen zurückzuführen sind. Der weitaus größte Teil sind Frauen, da deren Kiefergelenk weniger stark ausgebildet ist.

Mit einer so genannten gnathologischen Vermessung kann die Fehlstellung auf den Zehntelmillimeter genau identifiziert und daraufhin eine therapeutische Schiene her­gestellt werden. „Damit sind Patienten oft schon innerhalb von einer Woche beschwer­defrei", berichtet Dr. Schmedtmann, „sowohl was die Schmerzen als auch was die de­pressiven Symptome angeht." Kieferfehlstellungen sind fast nie angebo­ren, sondern bilden sich als Folge von Zahnausfall, fehlerhaften Füllungen oder nicht exakt einge­setztem Zahnersatz heraus. Häufig sind sie mit einem Beckenschiefstand verbunden. Zahnärzte sollten daher immer eng mit Orthopäden oder Krankengymnasten zusam­menarbeiten.

Gesund beginnt im Mund

Schöne Zähne gelten vermehrt als Garant für beruflichen wie privaten Erfolg, das wissen auch Personal- und Imageberater. Doch von nichts kommt nichts: Hinter schönen Zähnen steckt systematische Zahnpflege.

Wie erfolgreich Zahngesundheit erreicht werden kann, wenn sie von Kindesbeinen an durchgeführt wird, zeigt die Studie der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) an bayerischen Schulkindern. Die 6-Jährigen haben im Durchschnitt nur noch 1,5 erkrankte oder gefüllte Milchzähne, lediglich bei 4,8% der 9-Jährigen sind bleibende Zähne behandlungsbedürftig und bei den 12-jährigen Kindern liegt der Behandlungsbedarf der bleibenden Zähne unter 11%. Damit ist die Karies bei Schulkindern in Bayern bundesweit am niedrigsten, für die Gymnasiasten ist sie auf einem so niedrigen Niveau, dass mit einem weiteren Rückgang kaum mehr zu rechnen ist.Damit ist auch die Mär von einer mangelnden Qualität der deutschen Zahnheilkunde widerlegt. Dieser Erfolg ist ein Verdienst des auf vier Säulen basierenden Prophylaxekonzepts der Zahnärzte: gesunde Ernährung, wirksame Mundhygiene, geeignete Fluoridierung und regelmäßiger Zahnarztbesuch.

Dass in der Bevölkerung die Überzeugung wächst, durch regelmäßige Mundhygiene viel für die Gesunderhaltung der Zähne tun zu können, ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach in diesem Sommer. 77% der Befragten betonten, dass der Einzelne für den guten Zustand seiner Zähne selbst viel tun kann, vor vier Jahren sagten dies erst 62%. Unter den befragten Zahnärzten stellten 78% eine verstärkte Nachfrage nach prophylaktischen Leistungen in ihrer Praxis fest.

Mein Kind braucht eine Spange...


Meistens um das Ende des ersten Lebensjahrzehnts tut sich etwas im Gebiss unserer Sprösslinge. Der Zahnwechsel vom Milchgebiss zu den bleibenden Zähnen tritt in seine "stürmische" Phase. Oft wird dann sichtbar, dass die "Neuen" nicht so recht ihren Platz finden können, eine kieferorthopädische Behandlung wird notwendig.

Warum brauchen so viele Kinder eine kieferorthopädische Behandlung?


Die Gründe für das häufige Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße oder für Fehlstellungen können vielfältig sein. Ernährungs- und Lutschgewohnheiten, vererbte Fehlbildungen oder der vorzeitige Verlust von Milchzähnen durch Karies wirken sich negativ auf das Wachstum des Kiefers und die Stellung der Zähne aus.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung?


Ihre Kinder sollten Sie halbjährlich zur Kontrolle bei Ihrem Hauszahnarzt vorstellen. Dieser kontrolliert dabei nicht nur das Gebiss auf Karies, sondern führt auch die Prophylaxe-Behandlungen durch und überprüft bei dieser Gelegenheit natürlich auch, ob bei Ihrem Kind eine behandlungsbedürftige Zahn- oder Kieferfehlstellung vorliegt. Sollte eine kieferorthopädische Behandlung notwendig sein, wird Ihr Zahnarzt diese entweder selbst durchführen oder das Kind an einen Fachkollegen überweisen. Obwohl die meisten Behandlungen zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr begonnen werden, ist der richtige Startzeitpunkt individuell verschieden. Manchmal kann sogar eine Frühbehandlung notwendig sein, etwa zum Abstellen von Lutschgewohnheiten oder beim Vorliegen einer Progenie (Vorbiss).


Festsitzende oder "lose Spange"?


Auch diese Frage wird häufig gestellt. Mittlerweile hat es sich durchgesetzt, den Hauptteil der Behandlung mit einer sogenannten festsitzenden Multibandapparatur durchzuführen, wobei anfangs oft auch mit herausnehmbaren Geräten gearbeitet wird. Voraussetzung für ein optimales Behandlungsergebnis ist, dass die Kinder ihre Geräte nach den Anweisungen des behandelnden Arztes gewissenhaft tragen und gerade bei festsitzenden Apparaturen eine optimale Mundhygiene betreiben sowie die Kontrolltermine einhalten.


Wer übernimmt die Kosten?


Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse einen Großteil der Kosten, in der Regel anfangs 80 %. Nach erfolgreichem Abschluß der Behandlung bekommt man die restlichen 20 % der Behandlungskosten gegen Vorlage der Originalrechnungen ebenfalls erstattet, sodass die reguläre kieferorthopädische Behandlung für die Versicherten kostenfrei ist. Privat versicherte Patienten erhalten vor Beginn der Behandlung einen Kostenvoranschlag und sollten sich bei ihrer Versicherung über die jeweiligen Vertragsbedingungen informieren.

Alkohol und Nikotin

Haben alkoholische Getränke einen Einfluß auf den Vitaminbedarf?

Regelmäßiger starker Alkoholkonsum beeinträchtigt die Aufnahme und die Verwertung von Vitaminen, insbesondere der Vitamine B 1, B 6 und Folsäure. Außerdem verursachen die von großen Mengen Alkohol stammenden Kalorien (sogenannte leere Kalorien) eine Verringerung der Nahrungsaufnahme und setzen somit die Vitaminzufuhr herab. In solchen Fällen sind zusätzliche Einnahmen von Vitaminen notwendig. Sie können jedoch keines der anderen Probleme lösen, die durch starkes Trinken verursacht werden.

Braucht man wirklich mehr Vitamin C, wenn man raucht?

Ja. Raucher verbrauchen Vitamin C schneller als Nichtraucher. In Studien ist nachgewiesen worden, daß starke Raucher (mindestens 20 Zigaretten pro Tag) bis zu 40 Prozent mehr Vitamin C benötigen als Nichtraucher.

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